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Hier finden Sie Informationen zu besonderen Themen und Projekten, die mich aktuell begleiten.
Ich wünsche Ihnen Vergnügen und bereichernde Erkenntnisse beim Lesen.

Das Entree – die Visitenkarte von Wohn- und Arbeitsräumen

Der Eingangsbereich hat einen ganz besonderen Stellenwert innerhalb eines Objektes, da er beachtlichen Einfluss auf alle Menschen, die ihn beim Kommen und Gehen durchqueren, nimmt. Nur leider sind uns Wirkung und  Auswirkung seines Erscheinungsbildes nicht immer bewusst.

Das Entree umfasst den Raum hinter der Eingangstür ebenso wie den Bereich davor. Es ist ein ganz spezieller Gebäudesektor, der besondere Aufmerksamkeit verdient. Die heute gängige Größe von Eingangstür und -raum lässt das Wort Entree übertrieben, ja unpassend erscheinen, denn mit diesem Begriff verbinden wir in der Regel ein Portal und eine großzügige, hochherrschaftliche Eingangshalle, die durch ihre Größe und Gestaltung beeindrucken. Genau das sollten sie auch – einen ersten Einblick in Gesinnung und auch Status der Menschen, die dort leben oder arbeiten und auch eines Unternehmens geben.
Heute nennen wir es schlicht Eingang, im Geschäftsbereich Empfang. Trotz meist stark reduzierter Dimensionen hat sich an der Bedeutung und Funktion dieses Bereiches aber nichts geändert. Unabhängig von den Abmessungen, privater oder geschäftlicher Nutzung, ist der erste Eindruck beim Betreten eines Objektes ebenso prägend und langlebig, wie der letzte. Ob Unternehmenssitz, Restaurant, Ladenlokal oder Privathaushalt, der Eingangsbereich setzt Zeichen, vermittelt das Gefühl „Willkommen bei uns – Willkommen daheim“ – oder eben auch nicht. Er ist das Tor, der Zugang, zu diesem (nicht irgend einem) Unternehmen, Geschäft oder Haushalt. Hier signalisieren wir Ordnung und Struktur ebenso, wie Aufgeschlossenheit und Aufnahmebereitschaft.
Das Erscheinungsbild von Eingangstür und Vorraum wird unbewusst registriert und verpufft nicht wirkungslos beim Betrachter – weder dem Besucher, noch dem Bewohner.

Aufgabe & Bedeutung
Zugang und Vorraum sind die Schleuse zwischen dem Inneren eines Gebäudes, des Wohn- oder Arbeitsbereiches, und der Außenwelt. Es ist ein persönlicher, aber noch kein richtig privater Bereich. Es ist der Ort, an dem Gäste empfangen, begrüßt und verabschiedet werden, an dem aber auch das Objekt seine Nutzer begrüßt und verabschiedet. Es ist Eingang, Vorraum, Bindeglied und Ausgang. Vor der Tür liegt die Außenwelt und dahinter der geschützte Bereich.
Bei jedem Öffnen der Tür entscheiden wir, wer über die Schwelle treten darf und wer vor der Tür bleibt. Dem einen oder anderen Besucher gestatten wir den Zutritt, der weitere Weg in Wohn- und Arbeitsräume bleibt meist vertrauten oder angemeldeten Personen vorbehalten. Für unsere Gäste ist es der erste, manchmal auch der einzige Eindruck, den sie von unserem Lebens- oder Arbeitsraum (und somit auch von uns) bekommen. Das Erscheinungsbild des Eingangs prägt den Eindruck, den Besucher gewinnen und mitnimmt.
Kurz: Das Entree dient der Abgrenzung und der Darstellung.

Eingangstür
Manchmal beschränkt sich das Entree auf die Tür und ihr direktes Umfeld. Abhängig davon, was sich hinter der Tür verbirgt, ist oder wirkt sie verschlossen, geschlossen oder offen. Für erstere benötigt man einen Schlüssel oder erbittet durch Läuten Einlass. Diese Situation trifft in den meisten Privat- und Bürogebäuden zu. Zweite lässt sich durch Drücken der Klinke öffnen, wenn es sich nicht bereits um eine Automatiktür handelt (z.B. Restaurants und Ladenlokale). Offene Türen deuten auf viel Publikumsverkehr hin, wie z.B. bei Kaufhäusern.
In unserem täglichen Erleben sind diese Dinge selbstverständlich. Erst auf den zweiten Blick wird deutlich, dass hier bereits Grenzen gesetzt oder Tore geöffnet werden. Weitere beachtenswerte Aspekte sind Größe, Material und Gestaltung von Tür und Türbereich. In Objekten mit viel Publikumsverkehr werden großzügige Glaseingänge bevorzugt. Von außen wirken sie transparent und einladend. Außerdem profitiert der Innenraum von dem natürlichen Lichteinfall. Auch in Mehrfamilien- und Bürogebäuden ist die Haupttür meist aus Glas. Die Wohnungstüren sind dagegen undurchsichtig. In Privathäusern zeigt sich ein ganz anderes Bild: abhängig von dem gewünschten Grad des Rückzugs, des Lichteinfalls und des Aus- bzw. Überblicks ist die Tür massiv oder unterschiedlich transparent verglast. Die Tür an sich ist bereits ein recht aussagekräftiges Gestaltungselement. Türkränze, Fußmatten, Banner, Pflanzschalen können hier zusätzliche Akzente setzen.

Raumnutzung
Trotz meist geringer Grundfläche erweisen sich Diele und Empfang als wahre Raumwunder. Hier werden Mäntel und Jacken, oft auch Schuhe abgelegt. Es gibt einen Garderobenschrank oder –ständer, eine Kommode für viele Kleinigkeiten darin und darauf, einen Schuhschrank, einen Schirmständer, eine Ecke für Altpapier und eine Nische für Glasmüll. Natürlich finden auch Einkaufskörbe, Schultaschen etc. zumindest vorübergehend einen Platz. In vielen Unternehmen finden neben der Rezeption diverse Dinge, die von A nach B transportiert werden sollen, im Eingangsbereich eine Zwischenstation.
Klingt das vertraut? Vielleicht werfen Sie nochmals einen Blick auf „Aufgabe & Bedeutung“, oder lesen einfach nur den nächsten Satz: Nicht nur Besucher berührt der erste Eindruck beim Betreten und der letzte beim Verlassen einer Räumlichkeit – er wirkt auch auf die Menschen, die dort leben und arbeiten.
Hand aufs Herz – Was ist Ihr erster Gedanke, wenn Sie nach Hause kommen oder Ihren Arbeitsplatz betreten? Was fällt Ihnen ins Auge? Welcher Eindruck begleitet Sie, wenn Sie das Haus, die Wohnung, den Arbeitsplatz verlassen?

Beachtenswert
An der Größe von Tür und Räumlichkeit kann nur selten etwas verändert werden. Auch lassen sich nicht alle Dinge, die der Flur oder Empfang beherbergt, einfach auslagern. Trotz allem gibt es Möglichkeiten, den Eingangsbereich hell, freundlich und einladend zu gestalten.

▪ Oberste Priorität haben innen wie außen Klarheit, Ordnung, Sauberkeit und Struktur
▪ freier Zugang, Bewegungsfreiheit,
▪ Auffindbarkeit – Namensschild , Hausnummer
▪ Gute Beleuchtung – innen und außen.
▪ Die Tür sollte sich immer vollständig (90° Winkel) öffnen lassen.
▪ Helle Räume wirken größer.
▪ Dunkler Boden – helle Decke.
▪ Hochglänzende Bodenbeläge beeinträchtigen die Trittsicherheit
▪ Gezielt platzierte Spiegel vergrößern optisch
▪ Ausgewählte Bilder vermitteln u.a. Weite und besondere Stimmungen.
▪ Massive, dunkle Möbel benötigen Platz.
▪ Kleine Räume profitieren von hellen, filigranen Möbeln.
▪ Vereinzelte Farbakzente wirken belebend.
▪ Türkränze, Fußmatten, Pflanzkübel (generell Blumen und Pflanzen) sind gute
Gestaltungshilfen.

Viel Freude beim Erforschen des “erweiterten” Blickwinkels …
Irene Wiktor

 

 

 

Seit dem Sommer 2015 ist meine 70-seitige Veröffentlichung zum Thema Aufräumen und Entrümpeln auf dem Markt …

FREI(e)RÄUME - Entlastung für Mensch & Raum

In diesem „netten Büchlein“, wie es eine Freundin nannte, sind meine Erfahrungen und Erkenntnisse aus vielen Jahren theoretischer und praktischer Anleitung beim Aufräumen und Entrümpeln zusammengetragen.
FREI(e)RÄUME offenbart diverse Ursachen für Chaos und Überfüllung im Raum und verhilft zu neuen Betrachtungsweisen. Ein globaleres Verständnis und unterschiedliche Blickwinkel unterstützen den unbeschwerten Umgang mit der meist sehr anstrengenden und über Gebühr belastenden Situation. Mit zunehmender Erkenntnis ebnet sich der Weg Freiräume zu schaffen.

Klappentext:
Beim Aufräumen und Entrümpeln begegnen sich zwei Welten, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Gewohnheiten, Überzeugungen und Überlieferungen „gegen“ aktuelle Lebensumstände.
Die Intention des Ausmistens unterwandert die bisher praktizierte, gute Absicht des Bevorraten und Bewahren. Damit ist unweigerlich ein Konflikt vorprogrammiert, der sich weder ignorieren, noch mit straffer Organisation lösen lässt. Und wir stehen hin und her gerissen, der Ohnmacht nahe, dazwischen.
Aus dieser Starre und der mit ihr verbundenen Handlungsunfähigkeit helfen Aufgeschlossenheit, Einfühlsamkeit und Verständnis für sich und das eigene, bisherige Denken und Handeln.

Trainer Verlag
ISBN 978-3-84717-5110-2
€ 17,80

 

 

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